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Campus-Jubiläum - Was bisher passiert ist

Festgala als Abschluss des Jubiläums

Mit dem Start von 400 weißen Luftballons begann der Jubiläumsabschluss am Samstag. Passanten und viele Kinder halfen gerne bei diesem "Hingucker". Die anschließende Gala fand in der Gießener Kongresshalle statt. Um die 700 Gäste, Freunde und Mitarbeiter der überkonfessionellen Missionsbewegung Campus für Christus waren gekommen, um mitzufeiern. Der europäische Direktor Javier Garcia und Missionsleiter Clemens Schweiger betonten beide gerade in Bezug auf Flüchtlinge und die Europafrage, dass "Hoffnung der Herzschlag" der Bewegung sei. Als anschließend Mitarbeiter kurze persönliche Statements auf Tafeln vorzeigten, wurde es sehr deutlich und persönlich, wie Gott Hoffnung schenkt und Menschen verändert. Nach einem Lobpreisteil mit der erweiterten Band Good Weather Forecast übernahm der Kabarettist, Psychiater und Buchautor Dr. Manfred Lütz das Programm. Unter dem Motto "Unvermeidlich glücklich werden" erzählte er von krampfhaften Anstrengungen der Menschen, glücklich zu werden oder das Glück festzuhalten, die doch nur scheitern können. Gleichzeitig betonte er, wie man quasi nebenbei sein Glück finden kann, indem man von sich selbst wegschaut und sich für sinnvolle Dinge einsetzt. Lütz zeigte auf humorvolle und gleichzeitig nachdenkliche Art, dass dies ein urchristlicher Gedanke ist.

Selbst der Wolkenbruch am Ende des Abends konnte den Gästen die Zufriedenheit nicht nehmen. "Ich hätte nie gedacht, dass Campus für Christus so vielseitig ist", staunte eine Besucherin. Und ihr Mann ergänzte: "Eigentlich wollte ich lieber Fußball schauen, aber ich bereue es nicht, dass ich mitgekommen bin."

SHINE-Konzert

In vielen Städten besonders in Süddeutschland ist SHINE bereits ein Begriff: Die Musiker von Good Weather Forecast kommen in eine Stadt, geben Schulhofkonzerte und laden zu einem Abschlusskonzert ein. Beim Jubiläum von Campus für Christus fiel der erste Teil etwas kürzer aus, doch zahlreiche Teens und Jugendliche wurden während der Jubiläumswoche eingeladen. So war das Konzert am Freitagabend gut besucht. 350 junge Leute tanzten und feierten zu den Electropop-Klängen von WarumLila und Good Weather Forecast.

Jens war begeistert: "Die Stimmung war klasse und die Jungs haben's echt drauf, mit ein paar kurzen Sätzen zwischendrin immer wieder auf Jesus hinzuweisen."

Bibelmarathon – einmal von vorne bis hinten

Relativ schnell hat sich das Highlight des Jubiläums von Campus für Christus herausgestellt: der Bibelmarathon. Die Idee ist ganz einfach. Von Montag bis Samstag lesen zahllose Freiwillige jeweils eine halbe Stunde lang in der Bibel. Sie beginnen im ersten Mosebuch und sie hören erst am Ende der Offenbarung auf. Die Evangelische Johanneskirche bietet hierfür einen zentrumsnahen und schönen Rahmen. Und durch die Lautsprecherübertragung nach draußen bekommen auch Passanten mit, was drinnen im Gebäude geschieht. Das Spannende dabei: Gottes Wort entfaltet hierbei seine ganze Dynamik. Ob Zusage oder Gerichtsbotschaft, Vertrautes oder Fremdes, die Bibel berührt Menschen.

Eine Zuhörerin sagt: "Ich habe gerade acht Wochen im Krankenhaus gelegen. In dieser Zeit habe ich viel über Gott nachgedacht."

Ein Passant reagiert erstaunt auf den Versprecher eines Lesenden: "Ach, das ist wirklich live? Ich dachte erste, es wäre eine CD." Und dann fragt er nach: "Warum macht ihr das denn?"

Eine weitere Passantin erklärt: "Ich bin Muslimin. Aber ich höre die Bibel unglaublich gerne. In ihr steckt so viel Hoffnung."

Running Dinner - Zu Gast bei Fremden

Für einige Gießener beginnt die Jubiläums-Festwoche mit einem besonderen Leckerbissen: Mit dem "Running Dinner" der Studentenbewegung Campus Connect. Alle Teilnehmer genießen dabei ein leckeres 3-Gänge-Menü, bei dem sie allerdings Vor-, Haupt- und Nachspeise in verschiedenen Esszimmern zu sich nehmen. Micha Krug ist begeistert. Bruschetta, Melonen-Feta-Gurken-Salat, Lasagne, asiatische Hähnchenpfanne und Schokoladensoufflée. Er verdreht die Augen und sagt: "Das müssen wir unbedingt noch einmal machen. Es war sooo lecker. Und die Begegnungen waren super."

Volleyball an der Lahn

Zum Volleyballspielen braucht man ein Netz, einen Ball und einen, der herumfragt: "Spielst du mit?" So kommen Dienstag auf den Lahnwiesen spontan 15 Spieler zusammen. Durch die Unwetterwarnung für den Nachmittag ist es erst fraglich, wie lange sie spielen können, doch die Gebete der Veranstalter werden erhört und während der gesamten Spielzeit fällt kein Tropfen vom Himmel. Das Turnier macht den Teilnehmern so viel Spaß, dass sie auch nach 17 Uhr weiterspielen, dann allerdings in strömendem Regen. Sie hören erst auf, als ihnen die Puste ausgeht.

Zitat eines Teilnehmers: „Am Ende war es so, als wäre man in der Lahn schwimmen.“

Gießen ohne Müll

Mittwochmorgen. 15 Campus-Mitarbeiter und Gießener finden sich im Sandkauter Weg ein, um hier Müll von den Gehwegen und Straßenrändern zu entfernen. Und davon gibt es reichlich: von Radkappen über Flaschen und Plastikboxen mit Fisch bis zu einem Teppich auf dem Gleisbett. Viele Autofahrer, die an den kleinen Gruppen der Aufräumenden vorbeifahren, werden langsamer und bekundeten durch Gesten: Danke! Mancher kurbelt dafür sogar das Fenster herunter.
Eine der Helfenden, Rebekka, studiert in Gießen: "Ich bin direkt nach der Vorlesung mit dem Fahrrad hergekommen. Die Aktion finde ich klasse!"

Eine Kulturgeschichte der besonderen Art

Mittwochabend war die Gießener Baptistengemeinde ausverkauft. Das heißt, sie wäre ausverkauft gewesen, wenn der Vortrag etwas gekostet hätte: Der indische Philosoph und Autor Vishal Mangalwadi sprach vor über 400 Zuhörern zum Thema "Schafft der Westen sich ab?". Dabei ging es dem christlichen Sozialreformer nicht um Kulturkritik, sondern er stellte den Beitrag heraus, den der christliche Glaube durch die Jahrhunderte für unsere Zivilisation hatte und hat.

Daniel meinte zu den provokativen Thesen: "Traurig, dass ein Inder kommen muss, um uns unsere Blindheit aufzuzeigen." Andere empfanden das Gesagte eher als "oberflächlich". Doch das Gros der Besucher zeigte sich erfreut über den Abend.

 

 

Couch-Konversation

Ein Glücksrad in der Fußgängerzone ist nichts Besonderes. Doch auf der bunten Scheibe standen keine Preise,  sondern Themen wie Liebe, Zweifel, Geld … Als eine junge Familie vorbeikam, lud Jochen Geck sie ein, die Scheibe zu drehen: "Zweifel" war das Gesprächsthema. Gern setzte sich die Frau zu ihm auf die Couch und die beiden sprachen. Ihren Mann und das Kind schickte sie schon mal voran - sie wollte noch reden. Und erzählte dann von ihren Selbstzweifeln und der Frage, ob sie eine gute Mutter sein könnte. Jochen hörte zu, berichtete auch von eigenen Zweifeln und erklärte dann, dass er sich mit solchen Fragen an Gott wenden würde. "Haben Sie noch kurz Zeit, dass ich für Sie bete?" - "Aber gern", nahm sie das Angebot an.

Tauschparty für Kleidung

Viele kennen das Problem: Aus unerfindlichen Gründen passt die Hose plötzlich nicht mehr. Sie lag zwar nur im Schrank, ist aber trotzdem zu klein geworden. Für diese Situation hat GAiN am Dienstag eine kreative Lösung angeboten: die Tauschparty. Jede(r) konnte ins Lager in der Siemensstr. 13 kommen, gute Kleidung mitbringen und sich selbst etwas Neues-Gebrauchtes aussuchen. Bei fröhlicher Flohmarktatmosphäre konnten viele Gießener ihren Kleiderschrank ausmisten oder auffüllen. Was keinen neuen Besitzer fand, blieb gleich als Hilfsgut da, um in eines der GAiN-Projektländer verschickt zu werden.

Am Schluss stand das Fazit von vielen Besuchern: "Genial! So etwas sollte regelmäßig stattfinden."

Gotteszimmer - Gott mitten in der Stadt treffen

Manche Aktion im Rahmen des Jubiläums von Campus für Christus kommt ganz still daher - so wie das Gotteszimmer. Am Gießener Stadtkirchenturm steht die ganze Woche über ein Pavillon und lädt ein zu entdecken, wo sich in der Stadt überall Christen treffen. "Ich hätte ja nie gedacht, dass es hier so viele Kirchen gibt", wunderte sich Michael.

Daneben liegt ein Stück Brot, von dem sich jeder, der möchte, etwas abbrechen kann. Zwei muslimische Mädchen schauten sich das Ganze skeptisch an. "Eigentlich sind wir ja gerade im Ramadan", meinte eine. Die andere ergänzte: "Aber wir fasten nicht. Ist zu anstrengend." Und dann entwickelte sich ein Gespräch über Essen, Fasten, Brot und Jesus, der von sich selbst sagt, dass er das Brot des Lebens ist. Fröhlich zogen die beiden Mädchen weiter.

Kurz vor dem Abbau abends kam dann noch ein vielleicht syrischer Mann vorbei. Er hatte schon länger nach dem Brot geguckt. Jetzt kam er und fragte, ob er ein Stück haben könnte. "Natürlich, gern." Er nahm es, lächelte und sagte: "Es ist heiliges Brot." Der Mann hat es verstanden …

Fotoshooting - von klassisch bis verrückt

Wer Claudia Dewald am Montag in der Marktlaubenstraße getroffen hat, konnte sich kostenlos von ihr fotografieren lassen - von klassisch bis ganz schön abgedreht. Etliche machten davon Gebrauch. Oft ergab sich dabei ein nettes Gespräch über das Selbstbild, denn "ich bin ja gar nicht fotogen" und "eigentlich bin ich ja nichts Besonderes". Da zeigen die Fotos aber eine ganz andere Wirklichkeit. Ein kleines bisschen spiegeln sie wider, was wir als Menschen sind: Ebenbilder Gottes. 

24-Stunden-Packaktion

Hilfsgüter werden im GAiN-Lager in der Siemensstraße 13 regelmäßig gepackt. Aber dass die Arbeit rund um die Uhr geht, ist die Ausnahme. Von Donnerstag um 14 Uhr bis Freitag um 14 Uhr haben 60 GAiN-Mitarbeiter und Freiwillige (natürlich in Schichten!) diese Ausnahme gemacht. Sie haben Kleidung nach Damen-, Herren- und Kinderkleidung bzw. Größen sortiert und verpackt. Sie haben Schuhe geordnet und eingepackt. Dabei herrschte im Lager die ganze Zeit eine fröhliche Atmosphäre, auch wenn es gegen 3 Uhr früh etwas ruhiger wurde. Am Ende hatten die Helfer nicht nur viel Spaß gehabt, sondern quasi nebenbei 30 Paletten voller Hilfsgüter fertiggestellt.

Stefan freute sich: "Ich bin extra für diese coole Aktion hergekommen. Da wollte ich unbedingt dabei sein."

Avocado - Rock in der Innenstadt

Avocado - das steht für klassischen Rock mit tiefgehenden Texten, mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Die Musiker kennen sich schon seit Jahrzehnten. Trotzdem war ihr Auftritt vor dem Stadtkirchenturm alles andere als abgespulte Routine: Frisch und rockig kam der Sound, klar und prägnant der Gesang. Man hat Henning, Jan, Steve und ihren Kollegen den Spaß an der Musik abgespürt. Und etliche Passanten sind gern stehengeblieben, um ihnen zuzuhören. Avocado - den Namen muss man sich wohl merken.

Eine Tasse Kaffee?

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Jedenfalls, wenn man in aller Ruhe und mit einer Tasse Kaffee in den Tag starten konnte. In den letzten Tagen freuten sich Ankommende, wenn sie morgens früh aus dem Bahnhof in die Stadt liefen, dass da jemand stand und ihnen eine Tasse Kaffee angeboten hat. Oder ein Glas Wasser. Einfach so - und natürlich umsonst. Bei diesem Geschenk zum Jubiläum von Campus für Christus haben viele Passanten gern zugegriffen.

Ein Taxifahrer meinte: „Ich habe noch nie erlebt, dass jemand an mich denkt und mir etwas schenkt. Heute morgen habe ich mich erst geärgert, dass ich schon wieder Dienst habe, aber jetzt freue ich mich, weil ihr meinen Tag gut gemacht habt. Danke.“

Rent a Mitarbeiter

Hinter dieser Formulierung versteckt sich eine besondere Art, danke zu sagen. Als Hilfswerk kann GAiN auf viele verlässliche und gute Partner bauen. Auch unter Firmen und Organisationen. Etliche davon sind auch im Raum Gießen. So entstand die Idee: "Was wäre, wenn wir beim Jubiläum für ein paar Stunden zu diesen Partnern gehen und ihnen bei der Arbeit helfen?"

Die Möbelstadt Sommerlad bekam genauso wie die Metzgerei Engel oder die August-Hermann-Francke-Schule für ein paar Stunden kompetente Hilfe für die kleinen Dinge des Arbeitsalltags. Frau Reuter, Schulsekretärin an der AHF, meinte beim Verabschieden gleich: „Sie können öfter kommen. Ich bin so froh, dass Sie alles erledigt haben.“

Straßenkreide

Dominik nahm ein Stück Kreide in die Hand und schrieb mitten auf den Seltersweg: "Du bist wertvoll …" Spontan blieb ein Passant stehen und fragte ihn, ob er etwas ergänzen dürfte. "Aber gern, deshalb machen wir das." Und der Mann schrieb daneben: "Ich weiß. Du auch."

Solche kleinen, ermutigenden Botschaften machten die Straßenkreideaktion aus. Es ging also weniger um vollendete Kunstwerke, mehr um kurze Gedanken oder Interaktion. Die entwickelte sich schnell, wenn da stand "Leben ist …" und Anna vorbeigehenden Leuten ein Kreidestück in die Hand drückte und sie bat, ihre Meinung dazuzuschreiben. Viele schrieben nur kurz etwas dazu, doch manche blieben gern noch länger und wollten noch reden. Oder wissen, wer hinter dieser Aktion steckt. Da hat Anna natürlich gern weitergeholfen.

Berichte und Zitate

Lokale Presse

Gießener Allgemeine 6.6.2017: Humorvoll-ernster Vortrag über Glück

Gießener Anzeiger 5.6.2017: Hoffnung geben ist der "Herzschlag"

Gießener Anzeiger 2.6.2017: Bei GAiN werden 24 Stunden am Stück Hilfsgüter gepackt

Gießener Anzeiger 1.6.2017: Couch-Konversation in der Gießener Innenstadt

Gießener Allgemeine 31.5.2017: Marathon in der Johanneskirche

Gießener Anzeiger 31.5.2017: App "Love Europe" soll Flüchtlinge in Gießen unterstützen, mit Bürgern in Kontakt zu kommen

Gießener Anzeiger 30.5.2017: Bibelmarathon zum 50jährigen Bestehen von Campus für Christus

Gießener Anzeiger 24.5.2017: Zum Jubiläum 50 Geschenke für Gießen

Überregionale Presse

Pro Medienmagazin 14.6.2017: Atmosphäre an Unis ist antichristlicher geworden

Idea 4.6.2017: 50 Jahre Campus für Christus - 50 Geschenke für Gießen

Livenet.ch 1.6.2017: Bibelmarathon – Von packend bis pikant einfach alles lesen

Jesus.de 23.5.2017: Menschen für den Glauben gewinnen: 50 Jahre Campus für Christus