Geschichte

Nicht nur für Studenten

Der Missionsauftrag von Jesus rüttelt 1951 den jungen Geschäftsmann Bill Bright auf. Er beginnt mit den Studenten der berühmten Universität UCLA in Los Angeles, hat dabei aber schon eine weltweite Perspektive: So entsteht Campus für Christus.  

Bill Brights Vision steckt Menschen in Deutschland Mitte der 60er Jahre an, in einer Zeit der Anti-Vietnamkrieg-Parolen und Studentendemonstrationen. „Gott liebt dich“ ist das erste der insgesamt „Vier geistlichen Gesetze“, die Bill Bright in einem Heftchen zusammengefasst hat, um damit das Evangelium kurz und knapp zu erklären. Nicht nur Studenten mit Afrolook und engen Jeans reagieren darauf positiv. Das Heft, das zunächst nur als Leitfaden für persönliche Gespräche gedacht ist, findet in Deutschland millionenfache Verbreitung. 1967 wird in Berlin der Verein „Campus für Christus Deutschland e.V.“(CfC) gegründet.

Die Bewegung

Die innerdeutsche Mauer, Symbol des Kalten Krieges und der Teilung unseres Landes, kann die Mitarbeiter von Campus für Christus nicht aufhalten. Schon in der DDR beginnt unter dem Namen Matthäusarbeit eine missionarische Bewegung im Untergrund. Später, nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa, kann offen gearbeitet werden: Evangelisationsprojekte in allen größeren Städten entlang der Wolga werden möglich. Aber der Osten brauchte mehr als nur Worte: Die "Aktion Hungerwinter" aus der Wendezeit ist heute ein weltweit agierendes Hilfswerk, das unter dem Namen Global Aid Network (GAiN) e.V. in den Krisengebieten der Welt humanitäre Projekte unterhält und dabei Bedürftigen und Notleidenden hilft. GAiN agiert als Partner für humanitäre Hilfe von Campus für Christus.

Moderne Medien zu nutzen, ist uns von der Anfangszeit der Bewegung bis heute wichtig: Was in den Achtziger und Neunziger Jahren Teams waren, die mit Multimedia-Shows durch ganz Deutschland zogen, sind heute unsere Internetdienste: Menschen sollen dort Antworten auf ihre Lebensfragen finden, wo sie ohnehin unterwegs sind: GottkennenMyStory.me und andere Angebote, die im letzten Jahrzehnt entstanden sind, machen dies möglich.

Längst hat sich Campus für Christus weltweit zu einer großen (und, das muss man zugeben, nicht immer ganz überschaubaren!) Bewegung entwickelt mit rund 26.000 hauptamtlichen und 225.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Was klein unter Studenten begonnen hat, ist auch in Deutschland zu einem Werk mit verschiedenen Arbeitsbereichen und Projekten angewachsen. Rund einhundertfünfzig voll- und teilzeitliche Mitarbeiter und viele hundert Ehrenamtliche gehören inzwischen zu uns.

Leiter von Campus für Christus

Geleitet wurde Campus für Christus e. V. Deutschland im Laufe der Jahre von

  • Frank Kifer (1966 - 1968)
  • Dennis Griggs (1968 - 1976)
  • John Nyquist (1976 - 1977)
  • Dr. Clark Peddicord (1977 - 1984)
  • Hans-Joachim Hahn (1984 - 1989)
  • Pfr. Jürgen Steinbach (1989 - 1992)
  • Duane Conrad (1992 - 2006)
  • Clemens Schweiger (seit 2006)